



Geschichte des Schlosses



Die erste urkundliche Erwähnung eines Herrensitzes in Brunów (Braunau) stammt aus dem 15. Jahrhundert. Wahrscheinlich handelte es sich um einen Wehrbau, der in seiner Form den in der Umgebung erhaltenen Wohntürmen ähnelte. Das Gut gehörte zu dieser Zeit dem bekannten und wohlhabenden schlesischen Adelsgeschlecht von Zedlitz. In den Jahren 1740–1750 wurde Graf Bernhard von Schmettau Eigentümer von Brunów. Auf seine Veranlassung wurde das alte Herrenhaus umgebaut und in ein kleines zweigeschossiges Barockschloss auf quadratischem Grundriss verwandelt. Siebenunddreißig Jahre später gingen die Güter in den Besitz von Christoph Heinrich und Ernesta von Schweinitz über. Drei Wochen nach dem Erwerb des Anwesens brach im Schloss ein Feuer aus, bei dem sämtliche Gebäude niederbrannten. Auf den Grundmauern errichtete die Familie von Schweinitz eine neue neobarocke, zweigeschossige Residenz. Mit dem Wiederaufbau wurden zwei schlesische Architekten betraut: Mohrensberg und Scholtz. Die nächsten Eigentümer des Schlosses waren die Familie von Cottenet, die energisch mit dem Ausbau der Schlossanlage im für das 19. Jahrhundert typischen Stil des Historismus begann. Aus dieser Zeit stammen das Stallgebäude mit dem Kutscherhaus, der Brunnen am Schloss sowie der von Eduard Petzold entworfene Landschaftspark.
An der Giebelwand des Stalls direkt am Eingangstor wurde das Wappen der Familie von Cottenet angebracht. Ein weiterer Umbau erfolgte in den Jahren 1900–1901, als der Südflügel des Schlosses samt Orangerie und achteckigem Turm entstand. In den 1930er Jahren wurde im Schloss eine Sportschule der Hitlerjugend eingerichtet. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel das Schloss zusehends. Im Jahr 2004 ging das Schloss in das Eigentum der Familie Rzeźwicki über.
Das Kutscherhaus (Powozownia)

Kutscherhaus
Das Gebäude entstand im 19. Jahrhundert, seine Architektur knüpft an mittelalterliche Sakralbauten an. Das Hauptmaterial für den Bau und die Verzierung des Kutscherhauses ist der für diesen Teil Niederschlesiens charakteristische Sandstein. Heute beherbergt das Kutscherhaus den Ball- und Konferenzsaal sowie Gästezimmer.
Das Nebengebäude (Oficyna)

Das Nebengebäude (Kavaliershaus) ist das älteste Bauwerk der Schlossanlage.
Es verströmt das besondere Flair eines Landsitzes.
Es diente als Gästehaus, liegt inmitten von Grün, umgeben vom Park – klein und gemütlich.
Im Nebengebäude befinden sich zwei Kaminsäle sowie Gästezimmer.










